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Pressemitteilung:

21. September 2017
Verwaltung kündigt Vorschläge im Rahmen des Kindergartenbedarfsplanes an/ Einrichtung eines „Vertretungsstützpunktes“ ist geplant

Arbeitsbedingungen von Tagesmüttern sollen verbessert werden

Katrin Härtl
Auf Antrag der SPD-Fraktion wurde in der letzten Sitzung des Jugendhilfeausschusses über die Verbesserung der Arbeitsbedingungen von Tagesmüttern diskutiert. „Tagesmütter sind ein wesentlicher Bestandteil der Betreuung von Kindern unter 3 Jahren. Ohne qualifizierte Tagesmütter wäre die Betreuungssituation gerade im U3-Bereich noch ein Stück weit schlechter“, so SPD-Ratsfrau Katrin Härtl.
Derzeit gibt es 165 Kindertagespflegplätze in Hürth. Es ist daher nach Ansicht der SPD-Fraktion notwendig, sich die Bedingungen anzusehen, unter denen die Tagesmütter arbeiten. Und da gibt es Handlungsbedarf z.B. im Bereich der Urlaubs-und Krankheitsregelung und bei den Geldleistungen.
Tagesmütter haben nach der jetzt gültigen Kindertagespflegesatzung 5 bezahlte Krankheits- und 20 bezahlte Urlaubstage. „Das ist vor dem Hintergrund der Herausforderungen, die Tagesmütter zu bewältigen haben, nicht mehr zu rechtfertigen. Deshalb sollten Tagesmütter bei der Krankheits- und Urlaubsregelung den Erzieherinnen und Erziehern in den Kitas gleichgesetzt werden“, ergänzt die stellv. SPD-Faktionsvorsitzende Margit Reisewitz.
Auch die Höhe der laufenden Geldleistung muss in diesem Zusammenhang überprüft werden. Die Höhe richtet sich nach der Anzahl der vereinbarten und bewilligten Betreuungsstunden. Sie ist auf 5,00 € pro Stunde festgelegt. Mit diesem Geld müssen sowohl die Sachkosten wie Heizung, Strom (1,50 €) als auch die Erziehungs- und Bildungskosten (3,50 €) abgedeckt werden. „ Wir wissen, dass die Höhe der Geldleistung nicht mehr ausreicht. Andere Städte haben inzwischen beschlossen, die Geldleistung jährlich prozentual um 1,5% zu erhöhen. Daran könnte sich Hürth orientieren“, so Härtl.
Eine weitere wichtige Änderung steht bei der Vertretungsregelung an.
In der Kindertagespflegesatzung ist geregelt, dass beispielsweise bei längerem Ausfall der Tagespflegeperson das Jugendamt dafür sorgen muss, dass das Kind entweder bei einer anderen Kindertagespflegeperson oder in einer Kindertageseinrichtung vorübergehend betreut wird.
„Auch diese Regelung ist nicht mehr zeitgemäß, weil gerade Kinder unter drei Jahren nicht einfach durch Personen betreut werden sollen, die ihnen fremd sind. Deshalb hat der Gesetzgeber inzwischen auch einen Anspruch auf Vertretung festgelegt, den die Jugendämter umzusetzen haben. Dazu gehören auch sog. „Vertretungsstützpunkte“, so Härtl.
In diesem „Stützpunktmodell“ besucht die Tagespflegeperson mit ihren zu betreuenden Kindern in regelmäßigen Abständen den „Betreuungsstützpunkt“. Das können private Räume der Ersatzpflegemutter sein oder durch die Stadt angemietete Räumlichkeiten. Dadurch sollen die Kinder an die Ersatzpflegeperson gewöhnt werden.
Im Rahmen des nächsten Kindergartenbedarfsplanes will die Verwaltung einen Vorschlag zur Einrichtung eines solchen „Vertretungsstützpunktes“ machen. „ Wir werden im Rahmen der Beratung des nächsten Kindergartenbedarfsplanes, die Verbesserung der Arbeitsbedingungen erneut aufgreifen“, verspricht Reisewitz.


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