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Pressemitteilung:

28. September 2017
SPD lehnt Einsatz von Honorarkräften in der Musikschule ab

Qualität der Musikschule muss erhalten bleiben

Margit Reisewitz
Die Beraterfirma Rödl & Partner hat in ihrer Organisations- und Effizienzuntersuchung vorgeschlagen, Honorarkräfte in der Musikschule einzusetzen. Mittelfristig sollte ein Honorarkraftanteil von 50% des Unterrichts angestrebt werden. Das Einsparvolumen im Personalbereich bezifferte Rödl & Partner ab 2018 auf 285.000 € jährlich.
„Wie immer diese Zahlen im Gutachten zustande gekommen sind, nachvollziehbar sind sie nicht. Die Höhe der Personalkosten ist insgesamt falsch angesetzt“, so die kulturpolitische Sprecherin der SPD-Fraktion Margit Reisewitz.
Nach Ansicht der SPD-Fraktion sind im Gutachten auch die rechtlichen Voraussetzungen zur Umwandlung von Vollzeitstellen in Honorarkräfte mangelhaft dargestellt. „Es kann nicht angehen, dass ein Gutachter völlig veraltete Rechtsprechungen heranzieht und gerade im Bereich der Scheinselbständigkeit aktuelle Rechtsprechungen außen vorlässt“, so Reisewitz weiter.
Die Verwaltung hatte das bereits in der letzten Kulturausschusssitzung dargelegt.
Dies wurde jetzt im Ausschuss von einem Vertreter des Elternbeirates noch einmal ausführlich dargestellt. „Ich hoffe, dass jetzt alle verstanden haben, dass die Umstellung auf Honorarkräfte mit Qualitätseinbußen für die Musikschule verbunden und ein sozialpolitischer Irrweg ist“, so Reisewitz.
Die Musikschule hat sich in den letzten Jahren einen sehr guten Ruf erarbeitet, der weit über die Grenzen der Stadt hinausgeht. Mehr als 1.300 Schüler und Schülerinnen werden von engagierten Lehrkräften unterrichtet. Das alles ist nur machbar, weil die Lehrerinnen und Lehrer mit ordentlichen Tarifverträgen ausgestattet sind. „ Wir wollen, dass zukünftige Lehrkräfte unserer Musikschule ordentlich bezahlt und sozial versichert sind und nicht mit Honorarverträgen in die Altersarmut getrieben werden“ stellt Reisewitz klar.



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