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Pressemitteilung:

06. Oktober 2017
Verwaltung bevorzugt katholische Einrichtungen bei der Belegung des ehemaligen Pfarrzentrums St. Joseph

Chance auf soziokulturelles Zentrum vertan

Das ehemalige Pfarrzentrum St. Joseph, das bis Mitte des letzten Jahres noch als Erstaufnahmeeinrichtung für Flüchtlinge diente und jetzt das Asylcafe´ der „Hürther Brücke der Kulturen“ beherbergt, soll nach den Vorstellungen der Verwaltung zu einem hauptsächlich katholischen Zentrum ausgebaut werden. „In Hürth gibt es zahlreiche Vereine und Initiativen, die im sozialen und interkulturellen Bereich aktiv sind. Das vorgelegte Nutzungskonzept entspricht in keiner Weise dieser Trägervielfalt. Während große katholische Organisationen wie die Caritas selbstverständlich Räumlichkeiten zur Verfügung gestellt bekommen, werden kleinere Vereine wie der Verein für die Zusammenarbeit mit Osteuropa (ZMO) wenig oder überhaupt nicht berücksichtigt. Die gute Idee eines soziokulturellen Zentrums hat sich mit der Verwaltungsvorlage erledigt“, so der sozialpolitische Sprecher der SPD-Fraktion Joachim Tonn.
Der Belegungsplan sieht vor, dass die Caritas, die katholische Jugendagentur und der Sozialdienst der katholischen Frauen im Rhein-Erft-Kreis jeweils zwei Räume im Erdgeschoss bekommen. Der Stadtsportverband und die AWO verschwinden hingegen im Keller. Für den ehemaligen Pfarrsaal und einen kleinen Besprechungsraum im Keller sind sog. „Wechselbelegungen“ vorgesehen. Die Buchung dieser Räume soll über das Integrationsamt laufen. „ Mit diesem Vorschlag schafft die Verwaltung für die Vereine und Initiativen keine Planungssicherheit, sondern fördert Neid und Missgunst“, so Tonn.
Auf Vorschlag der SPD-Fraktion sollte gerade diese plurale Vereins- und Trägerstruktur im sozialen und Integrationsbereich berücksichtigt werden. Bei der Erstellung eines detaillierten und konkreten Nutzungskonzept sollten Politik, Integrationsrat, interessierte Vereine, Initiativen und Verbände sowie die Anwohner/innen miteinbezogen werden. Der Änderungsantrag wurde mit den Stimmen von CDU und Grünen abgelehnt. „Hier wurde leichtfertig die Chance vertan, einen zentralen Ort der Begegnung zu schaffen“, so Tonn.


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