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Pressemitteilung:

19. Oktober 2017
SPD-Fraktion fordert: Brückenbauarbeiten an der Bonnstraße sollen tagsüber stattfinden/ Schreiben an Bürgermeister und Vorstand der HGK

Baulärm raubt den Schlaf

Monika Streicher
Seit vergangener Woche laufen die sehr lärmintensiven Ramm- und Stemmarbeiten zum Bau der drei neuen Brücken im Zuge der B 265n an der Bonnstraße/Kölnstraße direkt neben dem Schützenheim. Die Arbeiten finden nachts in der Zeit von 22.30 Uhr- 5.30 Uhr statt. Nach Auskunft der HGK müssen die Arbeiten nachts erfolgen, um den Linienverkehr der „18“ zwischen Fischenich und Hermülheim nicht zu beeinträchtigen. Für die Arbeiten muss nämlich die Fahrleitung ausgeschaltet werden.
Auf Nachfrage wurde von der HGK jetzt auch der Zeitplan mitgeteilt. So werden die Arbeiten in zwei Etappen stattfinden. Zunächst wird in den Nächten (ohne die Nächte von Samstag bis Montag) bis 28.10.2017 gearbeitet und dann nochmals vom 06.11.2017 bis zum 24.11.2017.
„Nach den Erfahrungen der ersten Nächte ist dies für die Anwohner nicht zumutbar. Betroffen sind nicht nur die Anwohner unmittelbar an der Kölnstraße und den umliegenden Straßen, sondern eben auch die Anwohner der „Blumensiedlung“ und Teile Kalscheurens. Wie sich jetzt herausstellte, wurden die Betroffenen nicht einmal ausreichend über den bevorstehenden Lärm informiert“, so Monika Streicher, sachkundige Bürgerin für die SPD-Fraktion im Planungsausschuss.
Genehmigt wurden die Nachtarbeiten durch den Rhein-Erft-Kreis, der davon ausging, dass der Baulärm nur bis ca. 200 m im Umkreis um die Baustelle zu vernehmen sei. Deshalb wurden auch nur die direkten Anwohner informiert. „Wie sich jetzt herausstellte, war dies eine völlige Fehlannahme“, so Streicher.
Die Anwohner haben Unterschriften gegen den Lärm gesammelt und dem Bürgermeister übergeben. Die SPD-Fraktion unterstützt die Anwohner in ihrem Protest. „Wir haben sowohl den Hürther Bürgermeister als auch den Vorstand der HGK um Stellung gebeten. Die HGK wurde von uns aufgefordert, die Brückenarbeiten tagsüber durchzuführen, auch wenn dazu der Stadtbahnverkehr der Linie 18 unterbrochen und ein Ersatzschienenverkehr eingerichtet werden muss“, so der SPD-Fraktionsvorsitzende Stephan Renner.
Die HGK hat inzwischen über ihre Pressestelle verlauten lassen, dass solche Planungen für einen Ersatzschienenverkehr zu komplex, kurzfristig nicht umsetzbar und schlicht zu teuer seien. „Solche Antworten helfen den leidgeplagten Anwohnern nicht weiter. Deshalb erwarten wir, dass zumindest das Angebot, in Hotels zu übernachten, erneuert und konkretisiert wird. Dass die Kosten dann vom Verursacher übernommen werden, setzen wir voraus“, so Streicher. Außerdem sollten die jetzt angelaufenen Lärmschutzmaßnahmen auf der Baustelle bis dahin intensiviert werden.



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