Hürth ist mit Spielflächen gut ausgestattet

Der Jugendhilfeausschuss hat einstimmig das integrierte Spiel-und Freiflächenkonzept verabschiedet. Das Konzept löst den Spielplatzbedarfsplan von 2009 ab. Es ist das Ergebnis eines umfangreichen Prozesses, an dem nicht nur das Jugendamt und die Stadtwerke beteiligt waren, sondern auch Kinder- und Jugendliche über das Kinder- und Jugendforum der Stadt ihre Wünsche einbringen konnten. Darüber hinaus wurden im Vorfeld einzelne Maßnahmen im Arbeitskreis Jugendhilfeplanung diskutiert. Dort sitzen Vertreter von Verwaltung und Politik zusammen. Ausgearbeitet wurde das Konzept vom Planungsbüro Stadtkinder aus Dortmund.

„Der intensive Austausch von allen Beteiligten hat dazu geführt, dass die Stadt jetzt ein aktualisiertes Spielflächenkonzept hat, das nicht nur über die Qualität jedes einzelnen Spielplatzes Auskunft gibt, sondern eben auch Maßnahmen formuliert, die die Aufenthaltsqualität verbessern sollen“, zeigt sich die Vorsitzende des Jugendhilfeausschusses Silvia Lemmer (SPD) mit dem Ergebnis sehr zufrieden.

Silvia Lemmer

Auch wenn die Zeitschiene zur Umsetzung bis 2024 angelegt ist, sollten zumindest die definierten Sofortmaßnahmen unverzüglich angegangen werden. Auf 30 Spielplätzen sollten Sitzgruppen, Bänke und Tische installiert werden. Der Kostenpunkt liegt bei rund 163.000 €. Leider werden aus diesem Sofortmaßnahmenkatalog nur 10-12 Spielplätze bedient. Auf Wunsch der Verwaltung sollen die Ortsvorsteher untereinander klären, wer welche Sitzbank bekommt und das dann auch nur probeweise. „Wir hatten vorgeschlagen, auf diesen Quatsch zu verzichten und das Maßnahmenpaket komplett umzusetzen. Die Mehrheit des Ausschusses sah das leider anders“, so SPD-Ratsfrau Margit Reisewitz.

Richtig interessant wird es, wenn es darum geht, Flächen unter den Aspekten Mehrgenerationenspielplatz und Inklusion mit neuen Geräten auszustatten. Die Verwaltung wurde beauftragt, die Finanzierung dieser sog. Mittelpunktplätze im Haushaltsplan 2019 zu berücksichtigen.