Dem Jugendamt ein Gesicht gegeben

Von Margit Reisewitz

SPD-Ratsfrau Margit Reisewitz

10 Jahre nach Einführung des Babybegrüßungspaketes wird die Verwaltung in der nächsten Sitzung des Jugendhilfeausschusses eine Bilanz vorlegen und einen Ausblick auf die Herausforderungen der nächsten Jahre geben. Ein entsprechender SPD-Antrag wurde in der letzten Ausschusssitzung einstimmig verabschiedet.

Seit April 2008 werden in Hürth alle Neugeborenen durch das Jugendamt zu Hause besucht. Wir Sozialdemokraten hatte damals das Projekt auf den Weg gebracht. Seit mehr als 10 Jahren überreichen die Mitarbeiter des Jugendamtes ein Babybegrüßungspaket in Form eines Rucksacks. In dem Rucksack enthalten sind neben der Willkommensbroschüre für Hürther Babys auch diverse Flyer von aktuellen örtlichen Familienkursen und Institutionen, Informationsbroschüren über Kinder- und Elterngeld sowie Elternzeit und weitere nützliche Ratgeber rund ums Baby.

Der Vorteil ist, dass alle Familien Besuch erhalten, ohne Rücksicht auf den sozialen Status. Der Besuch des Jugendamtes wird daher nicht als „Eingriff“ oder Reglementierung wahrgenommen, sondern als Angebot zur Hilfestellung, welche bei Bedarf angenommen werden kann. So werden Hemmschwellen abgebaut, das Jugendamt erhält durch den Besuch ein konkretes „Gesicht“.

Wir erwarten von der Verwaltung auch Aussagen darüber, wie es mit dem Babybegrüßungspaket weitergehen sollte.